Traumhaftes Hamburg
eingestellt von: ClaudiaV2026 | Autor: Klassen 4a, 8a, 9a der Schule TegelwegBeschreibung
An dem Projekt haben drei Klassen mit jeweils sieben bzw. acht Kindern mitgewirkt. Die Schüler*innen haben körperliche und/oder geistige Beeinträchtigungen oder befinden sich im Autismus-Spektrum.
Die Idee der Schüler*innen war es, bekannte Orte in Hamburg anders als „normal“ zu erleben. So entstand die Idee, alles wie in einem Traum erscheinen zu lassen. Die Schüler*innen haben sich die Elbphilharmonie, den Michel, die Elbe und den Dom ausgesucht. Welche Klänge könnte man an diesen Orten hören und wie lassen sich diese Klänge verfremden und neu gestalten?
Alle Geräusche, Klänge und Töne wurden von den Schüler*innen selbst erzeugt: mit der Stimme, dem Körper, Gegenständen, Wasser und Instrumenten wie Streichpsalter, Cello, Posaune, Trommeln oder Keyboardeffekten. Teilweise kamen auch spezielle Instrumente für Menschen mit Beeinträchtigungen zum Einsatz, etwa die „Magic Flute“ oder das Theremin. Alle Klänge wurden mit einer Loopstation aufgenommen und durch Effekte verändert.
Die Blaudrucke (Link siehe unten) zeigen Traumbilder der jeweiligen Orte und bilden gemeinsam mit den Klängen eine Einheit. Dafür wurden Gegenstände, Instrumententeile, auf Folie kopierte Fotos, Pflanzen und andere Materialien auf spezielles lichtsensitives Papier gelegt und belichtet. Dort, wo kein Licht auf das Papier fällt, bleibt ein weißer Abdruck zurück, während sich die übrigen Flächen blau verfärben.
Einige Kinder sind selbst auf den Bildern zu sehen. Sie haben sich in verrückten, lustigen, unbeschwerten und frei wirkenden Situationen in die Szenen eingebracht, so, wie es nur im Traum möglich ist und wie sie manche dieser Orte gerne erleben würden.
Elbe: Für die Aufnahmen wurde mit Wasser geplantscht und geblubbert, Möwenschreie wurden nachgemacht, mit dem Cello ein Schiffshorn nachgeahmt und mit Handtüchern Flügelschläge erzeugt. Auf dem Bild sind Silhouetten einiger Schüler*innen zu sehen, wie in einem Traum unter Wasser und mit Regenschirmen.
Dom: In der Fantasie der Kinder wurde der Dom zu einem Dschungel. Das spiegelt sich sowohl in den Klängen als auch im Bild wider. Außerdem wird sichtbar, wovon manche der Kinder träumen, zum Beispiel mit Luftballons in den Himmel aufzusteigen und die Klänge aus der Ferne zu hören.
Michel: Ein Schüler wünschte sich, dass neben dem Michel auch die Moschee in Mekka zu sehen ist. Deshalb nahmen die Schüler*innen nicht nur Stimmklänge auf, die an einen Kirchenchor erinnern, sondern ein Schüler imitierte zusätzlich den Gesang eines Muezzins. Für den Heißluftballon wurde das Zischen der Sauerstoffflasche eines Schülers aufgenommen. Auch Schritte, Schlüsselgeräusche, knarrende Treppen und viele weitere Klänge sind zu hören.
Elfi: Obwohl keines der Kinder von Haus aus ein Instrument spielt, entstanden Klänge auf dem Streichpsalter, dem Cello, der Geige und der Posaune. Die aufgenommenen Klänge fliegen wie die Instrumententeile auf dem Bild durcheinander und wirken verspielt und traumhaft. Auch die abgebildeten Schüler*innen tun verrückte Dinge, wie im Traum.
Wie mit Frau Landa per Email abgesprochen, dürfen wir die von den Schüler*innen gestalteten Bilder (Blaudrucke) über einen Link zum Audiobeitrag hinzufügen. Hier der Link (siehe auch im Teilnahmebogen in der Email):
https://drive.google.com/drive/folders/1IE-oIYCgxWKnWXlr88SHMJ7udDKIEpuA?usp=drive_link
Im verlinkten Ordner befinden sich folgende Dateien:
-die vier eingescannten Blaudrucke einzeln (Blaudruck Elbe, Blaudruck Dom, Blaudruck Michel, Blaudruck Elbe)
-ein Film, in dem Ton und Bild zusammengefügt wurden. So wird deutlich, welcher Audioteil zu welchem Bild gehört und wann die Bildwechsel stattfinden.
Autor
Klassen 4a, 8a, 9a der Schule Tegelweg