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Thema mit vielen Antworten

Mikrofon Vorverstärkung?


 Autor
Nachricht 
Verfasst am: 09.02.2018
porrier
Themenersteller
Dabei seit: 02.01.2017
Beiträge: 15
Hallo!

Ich habe hier ein t.bone EM9600 und würde gerne Geräusche aufnehmen, die in 100 Meter Entfernung ihre Quelle haben.

Am Mischpult muss ich den Gain weit aufdrehen, so dass es stark rauscht, um die Geräusche einzufangen.

Würde ein Vorverstärker etwas nutzen, um das Rauschen zurückzudrängen und die Geräusche mehr in den Vordergrund zu rücken? Momentan ist mehr Rauschen als Geräusch zu hören.

oder welche Möglichkeiten gibt es noch, um sowas zu erreichen?

Bin für jeden Tip dankbar!

Grüße

Andreas
Verfasst am: 09.02.2018
freiehoerspielmusik
Dabei seit: 20.02.2013
Beiträge: 48
Das Problem ist die technische Qualität des EM9600, das schon von Hause aus mit einem "kräftigeren" Eigenrauschen analog zum Nutzsignal daher kommt.
Jegliche Verstärkung des Signals- ob nun am Gain des Mixers oder Pre-Gain durch eine Vorstufe/Verstärker, würde letztlich auch immer parallel zum Geräusch, das Umgebungsrauschen, so wie Eigenrauschen verstärken.
Letztlich würde man nur das genaue Gegenteil erzielen, nämlich eine noch drastischere Verschlechterung der Aufnahme durch noch mehr Rauschen.

100 Meter sind auch eine sehr große Distanz und da bekommt man selbst mit einem "Schoeps" kein cleanes Signal - und "rauschfrei" ist ohnehin eine Illusion !
Sofern du nicht in einem abgeschirmten Raum bist, wird man immer auch Umgebungsrauschen auf einer Aufnahme haben, das lässt sich nicht vermeiden, es sei denn du kannst die Natur um dich herum abschalten.

Daher ist zu empfehlen, die Distanz zur Aufnahmequelle zu verringern, bzw. in der Nachbearbeitung mit Dolby-Filter (o.ä. wie Audio-Restauration) etwas zu optimieren, aber auf 100 Meter wird man da nun natürlich alles andere als eine "cleane Studioaufnahme" erhalten, sofern das aufzunehmende Geräusch nicht die Lautstärke eines startenden Flugzeugs, vorbei flitzenden Formel-1 Wagens oder Artillerie-Kanone etc. hat.
Ein sanftes Vogelgezwitscher oder Gespräch etc. wird man aus dieser Distanz definitiv nicht "rauschfrei" aufnehmen können. Weder mit einem günstigen noch mit einem sehr teuren Richtmikro.
Verfasst am: 10.02.2018
porrier
Themenersteller
Dabei seit: 02.01.2017
Beiträge: 15
Ich danke Dir für diese ausführliche Antwort und die damit verbundene Aufklärung für mich!

Nach vielem Lesen und Suchen habe ich meinen Focus jetzt auch auf ein Rode NTG2 gerichtet, das ich mir vermutlich zulegen werde, in der Hoffnung, dass es etwas empfindlicher ist als das EM9600 und ich dadurch den Gain etwas zurückdrehen kann.

Das Sennheiser MK66 soll ja noch besser sein, liegt aber außerhalb meiner Reichweite.

Ich werde noch ein paar Versuche machen, das ist ja eine Wissenschaft für sich.

Grüße

Andreas
Verfasst am: 10.02.2018
freiehoerspielmusik
Dabei seit: 20.02.2013
Beiträge: 48
"DIE" Frage ist ja auch, "WAS" du aus dieser Entfernung aufnehmen möchtest, bzw. welche Lautstärkeverhältnisse da vorliegen würden.
Auch mit dem RODE NTG2 würde sich da u.U. auch kaum ein merkbar qualitativer Gewinn verzeichnen lassen, da das gleiche Problem bestünde wie mit dem T.Bone: Starkes Rauschen !

Die Mikrofone sind ja auch eigentlich gar nicht dazu gedacht, auf 100 Meter ein "sauberes Nutzsignal" aufzufangen, sondern im Grunde aus einer recht kurzen Distanz von. z.B. 5 Meter, ganz explizit einen Sound von anderen Nebengeräuschquellen möglichst abschirmend einzufangen.

Es ist ja auch ganz einfach ein physikalisch nachvollziehbares Problem... auf 100 Meter, bis der Schall überhaupt auf die Kapsel trifft, vermischt sich natürlich auch alles andere um die Geräuschquelle herum mit in die Aufnahme, da aus dieser Entfernung kein Direktschall mehr abgenommen werden kann (Verhältnis Nutzsignal>Rauschabstand ist auf diese Distanz einfach "man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht"icon_wink.gif...der Sound wird auf Grund der Entfernung hinsichtlich physikalischer Naturgesetze pro Meter exponentiell drastisch diffuser... da wirst du auch leider nicht mit einem 2000 € Richtmikro bessere Ergebnisse als mit dem T.Bone erzielen.
Verfasst am: 13.02.2018
porrier
Themenersteller
Dabei seit: 02.01.2017
Beiträge: 15
Ich melde mich nochmal zu diesem Thema.
Offenbar habe ich diese ganze Technik erheblich überschätzt.
Selbst wenn ich meine ursprünglich erwähnten 100 m nach unten auf 50 m korrigiere, habe ich letztlich nur starkes Rauschen, in dem die Geräusche, die ich aufnehmen will einfache untergehen.

Ich dachte, mit der heutigen Technik wäre sowas zu bewerkstelligen. Es geht um Stalking, Menschenjagd, Einschüchterung, Erniedrigung, Diffamierung, Zerstörung von Individuen durch bestimmte Gruppierungen in Deutschland, die meinen in einer Selbstjustiz, das Recht dazu zu haben.

Das solche Vorkommnisse nicht mit technischen Mitteln zu belegen sind, konnte ich bislang nicht glauben, aber es ist anscheinend so. Durch die Gegend gebrüllte Morddrohunngen können von keinem Mikrofon festgehalten werden, wenn denn nur ein bestimmter "Sicherheitsabstand" von den Tätern eingehalten wird. Die sind sich dieser Tatsache offenbar durchaus bewusst und halten diesen Abstand auch ganz gezielt ein. Bloß nicht zu nahe kommen, die Wirkung wird dennoch nicht ausbleiben und nichts ist beweisbar.

Hätte mehr erwartet von dieser Technik. Ist aber wohl eine physikalische Beschränkung.
Verfasst am: 15.02.2018
freiehoerspielmusik
Dabei seit: 20.02.2013
Beiträge: 48
Auf diese Distanzen gibt es akustische Limitierungen und diverse Artefakte, die nachvollziehbar kaum eine absolut saubere Aufnahme einer spezifischen Signalquelle ermöglichen und mit zusätzlicher Software wie z.B. Equalizer und Kompressoren gefiltert werden müssen, um zumindest den akustischen Anteil eines Signals halbwegs hervorheben zu können, aber hinsichtlich Aufnahmequalität das Signal natürlich nicht vollständig extrahieren.

Ich kann mir in etwa vorstellen, das eine Art "protokollierendes Audio/Videodokument" deine Absicht ist.
Allerdings gibt es hier schon ein großes Problem als zulässige Beweislast:
Etwaige Aufnahmen, bzw. Drohungen, könnten von "überall, zu jeder Zeit und von jedermann" stammen, daher juristisch kaum verwertbar und auch nicht erforderlich, da i.d.R. ein schriftliches Protokoll oder Aussage, die zur Anzeige gebracht wird, üblich ist.
Ich würde auch davon abraten in Eigenregie irgendwelche Detektivspiele oder fragwürdige Maßnahmen zu ergreifen (u.U. macht sich dann auch noch selbst strafbar) und empfehlen, zuständige Behörden einzuschalten, wie z.B. das LKA.
Ich weiß dass das leider selten von wirklich effizienten Nutzen und gekrönten Erfolg für Geschädigte ist, aber die Rechtswege sind definitiv aus insbesondere auch eigenem Interesse einzuhalten und zu gehen und sich evtl. auch noch überlegen könne, die Presse hinzuziehen.
Verfasst am: 16.02.2018
porrier
Themenersteller
Dabei seit: 02.01.2017
Beiträge: 15
Danke für Deine sachliche Stellungnahme zu dem Thema. Mit dem Equalizer von Audacity und Audacious experimentiere ich gerade, um die Frequenzen zu finden, in denen die Rufe zu finden sind und die anderen zurückzuschrauben.

Interessant ist z.B., dass man das Warnsignal einer vorbeifahrenden Bahn und auch deren Gleisgeräusche der rollenden Räder deutlich hört, obwohl die Bahn fünf oder sechs Straßen weit entfernt ist. Diese Rufe hingegen sind nur schwach zu hören und gehen im Rauschen unter. Obwohl man nachvollziehen kann, dass sie da sind und die ganze Atmosphäre vergiften und dominieren.

Auch die Laute einer Krähe, die in 30-40 Metern Höhe fliegt, sind deutlicher zu hören.

Die Polizei ist bereits eingeschaltet, die wird aber relativ machtlos sein oder wenig Engagement zeigen. Ich möchte hier nichts unterstellen, aber gewisse Abläufe in Ostdeutschland sprechen für sich.

Die Presse, ja, wurde auch schon überlegt. Die bange Frage ist immer die nach der Blindheit auf dem rechten Auge. Ich könnte viel dazu schreiben, das gehört aber nicht hierher. Diese monströsen Abläufe werden auf jeden Fall in einem Blog festgehalten.
Verfasst am: 16.02.2018
freiehoerspielmusik
Dabei seit: 20.02.2013
Beiträge: 48
Hi Andreas,

danke das du weiter auch aus technischen Aspekten dein Problem schilderst, da diese modular auch für andere Interessierte hilfreich sein könnte und gerne stelle ich auch hierfür mein technisches Wissen und Verständnis zur Verfügung, da ein Studium der Tontechnik nicht nur allein einer Elite zur Verfügung stehen muss !

Nun, Audacity ist zunächst einmal ein sehr mächtiges Arranger-Tool, aber trotz teils wirklich guten Standard OS-Tools, nun kein "Spezialist" in Sachen Makro-Editing...gleichwohl etwaige "3.rd Spezis" auch u.U. in Audacity eingebunden werden können.

Als "Beweislast" ist aber nicht eine einwandfreie Qualität entscheidend (super gefiltert- oder nicht), sondern lediglich- in diesem Fall halbwegs extrahiert, eine gewisse vernehmbare "Sprachverständlichkeit"...egal wie stark auch das Umgebungsrauschen sein mag.

Menschliche Sprache spielt sich ja z.B. im Frequenzbereich von um die 1 kHz ab- und man z.B. Möwen/Krähen etc. nur deswegen "klarer/verständlicher" hört, weil sie mit ihrem "Krächzen" ein etwas höheres Frequenzspektrum beanspruchen und dieser Schall ganz simpel schneller als etwaige Umgebungsgeräusche mit entsprechend niedriger Frequenz auf das Mikro trifft (= höhere Frequenzen, schnellere Schallgeschwindigkeit/Amplitude)...auf Distanzen diese sich aber mit allen anderen Umgebungsgeräuschen vermischt, je weiter dieses "Nutzsignal" entfernt ist... ein Auto das dann in nur 10 Meter Entfernung vorbeifährt wird daher deutlich lauter als die Krähe aus 20 Meter über dir klingen, weil dieses Geräusch auch einen viel kürzeren Weg zur aufnehmenden Mikrokapsel zurücklegen muss...das ist halt das "Gesetz der Akustik/Physik" !

Summa summarum bedeutet dies alles, das du selbst mit dem weltbesten Richtmikro nach mind. 25-30 Meter immer sehr viel mehr Rauschen als Nutzsignal aufnehmen wirst (aber zumindest "sprachverständlich filtern kannst"icon_wink.gif...es sei denn, du arbeitest bei SETI und kannst sogar deren Parabole nutzen... dann hörst du selbst auf 10.000 Kilometer mitunter noch auf Lo-Level eine Mücke mit den Flügeln schlagen...allerdings inklusive aller Nebengeräusche...also auch eine dann noch 2 Kilometer weiter entfernte Grille mit eventuellen Raucherhusten.

Verfasst am: 17.02.2018
porrier
Themenersteller
Dabei seit: 02.01.2017
Beiträge: 15
Ich danke Dir für Deine sehr interessanten Ausführungen!
Besonders interessant war für mich zu lesen "höhere Frequenzen, schnellere Schallgeschwindigkeit/Amplitude".

Ja, die Qualität der Aufnahme ist der Sprachverständlichkeit erstmal nachgestellt. Auch der Hinweis, dass sich menschliche Stimmen im Bereich von ca. 1 kHz abspielen ist für mich besonders wertvoll.

Ich werde weiter probieren und auch mal meherere Mikrofone in verschiedenen Richtungen aufstellen, da die Quelle des Terrors nie genau auszumachen ist. Habe eigens ein kleines Mischpult besorgt.

Grüße
Verfasst am: 17.02.2018
porrier
Themenersteller
Dabei seit: 02.01.2017
Beiträge: 15
Eine Frage habe ich noch. Was macht eigentlich ein Kompressor bei der Soundbearbeitung?
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